Wie alles begann!

Vor einem dreiviertel Jahr, um genau zu sein am 7.1.2015 habe ich mich bei Schneeregen und schrecklichem Gegenwind mit meinem Stadtfahrrad auf den Weg zur Wirtschaftskammer Wien gemacht, um mir mein Kunsthandwerkgewerbe anzumelden. Den Moment, als ich mich „Oberboss“ meines eigenen Unternehmens nennen durfte, werde ich nicht vergessen. Es ist ein tolles Gefühl etwas ganz alleine zu schaffen und auf die Beine zu stellen!

… damit hat die eigentliche Arbeit aber erst richtig begonnen. Wann ich die Idee, Schmuck aus Papierperlen zu machen geboren habe, kann ich gar nicht mehr so genau sagen, das Ganze hat sich irgendwie von alleine entwickelt.

Zu Beginn begab ich mich auf die Suche nach dem perfekten Papier. Da die Form und Gestalt der Perle von der Stärke und Form des Papiers abhängt, habe ich unzählige verschiedene Papierarten getestet. Mir ist es sehr wichtig, mit meinem Projekt ein Umweltstatement zu setzen, daher war es von Anfang an klar, dass ich Altpapier recycle. Anfangs dachte ich, Zeitung ist gleich Zeitung. Da wurde ich schnell etwas Besseren belehrt. Da ich die Form der Perlen durch unterschiedlich viele Lagen aus Papier generiere, ist es wesentlich, dass die Papierblätter immer die selbe Stärke haben. Da unterschiedliche Zeitungen unterschiedliche Stärken aufweisen, musste ich mich auf einen Herausgeber festlegen. So habe ich mich nach langem Testen und Versuchen für das edle Blatt der Wiener Zeitung entschieden.

Der nächste Arbeitsschritt, die Veredelung der Perlen, hat mir mehrere schlaflose Nächte und viele 100 „vermurkste“ Perlen gekostet. Es war mit Abstand die größte Herausforderung, die Perlen steinhart, wasserfest und glänzend zu bekommen. In Summe habe ich dafür sicher 15 verschiedene Produkte in zahlreichen verschiedenen Kombinationen getestet. Nach jedem Test waren die Perlen 24 Stunden im Wasserbad, um sicherzugehen, dass sie jeder Herausforderung standhalten. Nach sehr vielen Versuchen, Ärger und unzähligen aufgelösten Perlen war ich überglücklich, als ich eines Morgens  die Perle im Wasserglas farbenfroh und glänzend vorgefunden habe. Die perfekte Veredelung setzt sich aus 3 komplett unterschiedlichen Produkten zusammen. In Summe kommen 7 verschiedenen Schichten über die Perle aus Papier um sie „unzerstörbar“  zu machen. Ob sie brennen kann habe ich noch nicht getestet, wäre jedoch sicher mal interessant! 🙂

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Nach all den Tests war nun endlich die perfekte Perle geboren und den Schmuckstücken steht nichts mehr im Wege.

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